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4. Ein Beispiel für eine Makrosequenz

4.1 Chronologisch gegliederter Ablauf des Unterrichts

Phasen des Unterrichts

Geplante Aktionen des Lernhandelns

1. Phase:

Hinführung zum Thema der Unterrichtssequenz

 

Lehrer-Schüler-Gespräch:

- Lehrerin fragt, welche Regionen Frankreichs bekannt sind und aus welchem Grund

- Mit Hilfe der im Raum hängenden Regionen-Karte sowie der Karte in der Umschlagrückseite des verwendeten Lehrbuches erklärt die Lehrerin die Aufteilung Frankreichs in Regionen und Departements

- Weiterhin fragt die Lehrerin nach Ländern - neben dem französischen Mutterland - in denen Französisch gesprochen wird bzw. die französische Sprache eine Rolle spielt

- Die große Frankophonie-Weltkarte hilft, die Frage zu beantworten und einen Überblick über französischsprachige Gebiete zu bekommen

2. Phase:

Hinführung zur Arbeit am Computer

 

Lehrer-Schüler-Gespräch:

Lehrerin erläutert anhand einer Folienabbildung, was man unter dem Begriff Multimedia versteht

Partnerarbeit / Spiel:

Schülerinnen und Schüler spielen ein von der Lehrerin erstelltes Vokabel-Domino, in dem es um Begriffe zum Bereich des Computers geht; an die deutschen Begriffe gilt es die französische Entsprechung anzulegen und sich anschließend die Vokabeln zu notieren

Sicherung der Vokabeln:

Die Lerngruppe schreibt einen Test über die gelernten Computer-Vokabeln

3. Phase:

Hinführung zur Arbeit mit dem WWW und Einführung in die Arbeit mit den CD-ROMs

Einzelarbeit:

Auseinandersetzung mit einem Informationstext zum Internet und der Arbeit mit Suchmaschinen

Lehrer-Schüler-Gespräch:

Lehrerin erklärt die Arbeit mit den CD-ROMs

4. Phase:

Arbeit an den PC’s oder der Beginn der multimedialen Reise

Arbeitsteilige Gruppenarbeit:

- Zu Reisebeginn wählen die Schülerinnen und Schüler jeweils in Gruppen zu zweit oder zu dritt mit Hilfe der großen Frankophonie-Weltkarte und der Regionen-Karte Frankreichs, die sich beide im Muliso Raum befinden, ihr Reiseziel (eine Region oder ein anderes Land der Welt, in dem Französisch gesprochen wird)

- Die Gruppen bereisen ihre Region oder ihr Land mit Hilfe der CD-ROMs bzw. des WWWs und bringen Wissenswertes sowie Interessantes in Erfahrung

- Dabei machen sie sich Notizen für das Verfassen ihrer Texte und erstellen jeweils eine Vokabelliste zu von ihnen entdeckten Wörtern. Außerdem drucken sie sich Bilder für die Gestaltung ihrer Lernposter aus

5. Phase:

Ausklang der Arbeit an den PC’s

Lehrer-Schüler-Gespräch / Blitzlicht:

- Lehrerin fragt die Schülerinnen und Schüler nach ihrem Befinden nach Abschluß der Arbeit an den Computern

- Diese äußern sich spontan

6. Phase:

Beginn der Reiseberichterstattung

Arbeitsteilige Gruppenarbeit (Fortsetzung):

Die Gruppen verfassen teamorientiert ihre Berichte bzw. Informationstexte zu ihrer Reise und basteln entsprechend ihrer Ideen und Vorstellungen die Poster. Dabei verwenden sie zum Teil auch von zu Hause zusätzlich mitgebrachtes Material (Urlaubsfotos, Reiseprospekte etc.)

Lehrer-Schüler-Gespräch:

Parallel zur Erstellung der Lernposter korrigiert die Lehrerin jeweils mit einer Gruppe die von ihr erstellten Texte

7. Phase:

Vorbereitung der Präsentation

Arbeitsteilige Gruppenarbeit (Fortsetzung):

- Lehrerin händigt den Schülerinnen und Schülern ein Arbeitsblatt mit Redemitteln zur Präsentation aus

- Diese bereiten sich auf die im folgenden anstehende Präsentation vor

8. Phase:

Präsentationsphase

Schülervortrag:

- Die Gruppen präsentieren gegenüber den jeweils anderen auf Französisch ihr Reiseziel und berichten von ihren Erfahrungen

- Dabei markieren sie ihre Region bzw. ihr Land mit einem Fähnchen auf der im Muliso-Raum hängenden Welt- oder Regionen-Karte. Anschließend stellen sie das von ihnen erstellte Lernposter vor

- Die Zuhörer stellen anschließend Fragen und nehmen ggf. zielsprachliche Korrekturen vor

- Am Schluß korrigiert die Lehrerin, falls notwendig, weitere in der Zielsprache gemachte Fehler

9. Phase:

Abschluß der Unterrichtssequenz

Lehrer-Schüler-Gespräch:

Lehrerin wiederholt die am Anfang der Sequenz gestellte Frage die Regionen des französischen Mutterlandes und andere frankophone Länder betreffend, um auch den Lernenden ihre Wissenserweiterung aufzuzeigen

Einzelarbeit:

Schülerinnen und Schüler füllen einen Abschlußfragebogen zur Auswertung der Unterrichtseinheit aus

10. Phase:

Sicherung des Lernergebnisses

 

Einzelarbeit:

- Jedes Klassenmitglied schreibt eine Zusammenfassung seiner Reise. Nach der Korrektur durch die Lehrerin werden diese in Form eines kleine Heftchens einschließlich der erstellten Vokabellisten allen an die Hand gegeben

- Klassenarbeit über die erarbeiteten Inhalte

 
Zeitbedarf für die einzelnen Phasen:

1. und 2. Phase:

Ungefähr eine Doppelstunde (ohne den Test)

3. Phase:

Ungefähr eine Schulstunde

4. und 5. Phase:

Je nach Intensität der Auseinandersetzung mit den Informationen und je nach Leistungsstand der Klasse ungefähr drei Doppelstunden

6. Phase

Je nach Intensität der Auseinandersetzung mit den Informationen und je nach Leistungsstand der Klasse ungefähr drei Doppelstunden

7. Phase:

Ungefähr eine Schulstunde

8. Phase:

 

9. und 10. Phase:

Ungefähr eine Doppelstunde (ohne Klassenarbeit)

4.2 Fotos zu einzelnen Phasen der Makrosequenz

4.2.1 Bei der Informationssuche

Schüler bei der Informationssuche,
Schüler bei der Informationssuche

4.2.2 Bei der Erstellung der Lernposter

Schüler bei der Erstellung der Lernposter;
Schüler bei der Erstellung der Lernposter;
Schüler bei der Erstellung der Lernposter
Schüler bei der Erstellung der Lernposter

4.2.3 Bei der Präsentation der multimedialen Reisen

Schüler bei der Präsentation der multimedialen Reisen;Schüler bei der Präsentation der multimedialen Reisen;Schüler bei der Präsentation der multimedialen Reisen;
Schüler bei der Präsentation der multimedialen Reisen

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4.3 Kompetenzen / Lernziele

In der geplanten Unterrichtssequenz wurde die Verwirklichung folgender fachlicher Lernziele und Handlungskompetenzen angestrebt:

Die Schülerinnen und Schüler sollen ...

  • spielerisch in Form eines Wörterdominos die Vokabeln zum Bereich des Computers entdecken und lernen;
  • lernen, was man im allgemeinen unter dem Begriff Multimedia versteht; 
  • den Computer im Französischunterricht als ein Medium erleben, das zielsprachliche Informationen zur Verfügung stellt und mit dem man seine Kenntnisse in der Zielsprache weiter ausbauen kann;
  • aufgrund der Arbeit mit den Computern und dem WWW und den französischsprachigen Informationen ihr Hör- und Leseverständnis in der Zielsprache verbessern;
  • den Umgang mit und das Verstehen von durch den Computer zur Verfügung gestellten zielsprachlichen Informationen üben;
  • vor allem bei der Interaktiven Sprachreise, aber auch bei der Arbeit mit dem WWW die Zielsprache als Instrument der Verständigung erleben;
  • sich mit Hilfe des vom WWW und der Interaktiven Sprachreise zur Verfügung gestellten Informationsmaterials in den Gruppen selbständig landeskundliche Kenntnisse über verschiedene Regionen Frankreichs bzw. andere frankophone Gebiete erarbeiten und damit ihr Wissen über Regionen und Länder der Zielsprache ausbauen;
  • durch die Vermittlung von Grundlagenkenntnissen zu verschiedenen Regionen und Ländern sowie deren Kulturen anhand von authentischem Material auf der Interaktiven Sprachreise und im Internet ihre interkulturelle Kommunikationsfähigkeit und Kompetenz erweitern und sich darin üben, die inhaltlichen Hauptinformationen zu verstehen;
  • über die Auseinandersetzung mit landeskundlichen Aspekten und das Aufstellen von Vokabellisten zu den jeweils besuchten Regionen und Ländern ihren Wortschatz erweitern und später in der Präsentation anwenden;
  • über das schriftliche Verfassen von Reiseberichten ihre Ausdrucksfähigkeit und Schreibfähigkeit in der Zielsprache verbessern und die Zeiten der Vergangenheit korrekt bilden und anwenden;
  • ihnen an die Hand gegebene Vokabeln zur Präsentation von Arbeitsergebnissen lernen und anwenden;
  • durch die Präsentation der erarbeiteten landeskundlichen Inhalte und ausgewählten Bilder ihre Sprechfähigkeit in der Zielsprache weiter schulen, indem sie von den Erlebnissen ihrer Reise berichten, in Erfahrung Gebrachtes darstellen und die Abbil-dungen beschreiben.
Schüler erwerben Kompetenzen in Französisch
Schüler erwerben Kompetenzen in Französisch

Außerdem sollen folgende fächerübergreifenden Lernziele und Handlungskompetenzen erreicht werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen ...

  • über die Arbeit am Computer ihre Medienkompetenz ausbauen, d. h. sich im Um-gang mit diesem Medium üben, dabei Erfahrungen machen und ggf. auch ein kritisches Medienbewußtsein (weiter)entwickeln;
  • die Arbeit mit dem WWW sowie der Interaktiven Sprachreises näher kennenlernen;
  • lernen, aus einer Vielzahl von zur Verfügung gestellten Informationen die für sie wichtigen und interessanten herauszufiltern;
  • in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zu gemeinschaftlichem Arbeiten weiter gefördert werden;
  • bei der Arbeit in den gebildeten Gruppen gemeinsam Entscheidungen treffen und die Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse gemeinsam planen und durchführen;
  • sich gegenseitig zunächst während der arbeitsteiligen Gruppenarbeit in der Gruppe und später nach der jeweiligen Präsentation im Klassenverband korrigieren üben;
  • bei der Erstellung der Lernposter zu dem von ihnen besuchten Gegenden Ideen zur Gestaltung derselben haben und diese verwirklichen, also eine gewisse Kreativität entfalten;
  • im Verlauf der Präsentationsphase das freie Sprechen vor der Klasse üben und damit weiter die Scheu abbauen, sich in der Zielsprache vor anderen zu äußern.

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4.4 Kritische Reflexion

Die Autorin: Kristina Vietor-Kienke
Die Autorin: Kristina Vietor-Kienke

4.4.1 Aus der Perspektive der Lehrerin

Wie wohl alle Unterrichtssequenzen zeichnet sich auch die hier beschriebene durch verschiedene Vor- und Nachteile aus. Das in positiver Hinsicht auf jeden Fall Hervorzuhebende ist die Tatsache, mit welchem Einsatz, welcher Motivation, welchem Enthusiasmus und welcher Kreativität in den einzelnen Gruppen gearbeitet wurde. Selbst sonst eher ruhige und zurückhaltende Schülerinnen und Schüler blühten auf und waren voller Begeisterung mit entsprechendem Selbstbewußtheit bei der Arbeit. Das wäre bei einem traditio-nellen Französischunterricht in dieser Form kaum möglich gewesen. So ist auch die Betrachtung der Handlungsprodukte, also der erstellten Lernposter an sich, Anlaß zu großer Freude, zeugen sie doch von einer intensiven Auseinandersetzung mit den besuchten Regionen und Ländern.

Ein weiterer wichtiger positiver Aspekt, der während der Durchführung der Sequenz beobachtet wurde, ist die gegenseitige Hilfe, die sich die Schülerinnen und Schüler untereinander leisteten. Ob es beim Umgang mit den verschiedenen Suchmaschinen, solchem „Handwerkszeug“ wie dem Einfügen von Informationen aus dem WWW in eine Text-Datei, dem simplem Schreiben eines „accent aigu“ oder natürlich dem Verfassen der Texte in der Zielsprache war, immer half man sich gegenseitig und lernte voneinander.

Was das Verfassen der Texte und deren anschließende Präsentation angeht, so waren die mit Hilfe des WWW oder der Interaktiven Sprachreise unternommenen Reisen ein idealer Sprech- und Schreibanlaß. Auch Lernende, die im vorherigen Verlauf des Schuljahres kaum dazu zu bewegen waren, sich in der Zielsprache schriftlich oder mündlich zu äußern, taten dies nun fast spielerisch.

Neben diesen durchweg positiven Aspekten lassen sich nach Durchführung der Sequenz auch kritische Aspekte nennen. In dieser Hinsicht spielen die veränderten Anforderungen an die Lehrperson eine wichtige Rolle. So muß diese sich des Verlustes an Kontrolle und Einflußmöglichkeiten auf den Lernprozeß bewußt sein. In meinem konkreten Beispiel ließen sich nicht 24 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig beobachten und in ihrem Lernfortschritt kontrollieren. So manches Mal entstand bei mir der Eindruck, eher Koordinato-rin eines großen „Gewusels“ als Lehrerin zu sein. Insofern ist es sicherlich wünschenswert, bei derartigen multimedialen Lernsequenzen im Team zu arbeiten.

Ein anderer Aspekt ist die von der Lehrperson geforderte Flexibilität und der ihr abverlangte Einsatz. Auf der einen Seite wird nach der Lehrerin gerufen, weil der Computer oder der Drucker nicht funktioniert, auf der andere Seite werden Vokabeln nicht verstanden. Hier gilt es, einen verfaßten Text zu korrigieren, dort Hilfestellung und Lob bei der kreativen Erstellung der Lernposter zu geben; von der Bereitstellung von Papier, Kleber, Stiften einmal ganz abgesehen. Irgend etwas fehlt immer oder funktioniert gerade nicht und das meistens parallel in verschiedenen Gruppen .... Ein traditioneller Unterricht ist da sicherlich weniger nerven- und kräftezehrend. In dieser Hinsicht sollte erwähnt werden, daß die Aufnahme der Arbeit in einer Einzelstunde kaum sinnvoll erscheint. Am besten wären sicherlich mehrere Stunden am Stück.

Kritisch sind im Nachhinein auch die im Internet zur Verfügung gestellten Informationen zu sehen. Diese sind sicherlich aufgrund ihrer Authentizität sehr motivierend, aber gerade wegen der damit einhergehenden sprachlichen Komplexität auch zum Teil frustrierend. Insofern müssen die Schülerinnen und Schüler auf jeden Fall über einen gewissen Leistungsstand verfügen. Eine Klasse 11 Französisch für Fortgeschrittene scheint hier im Nachhinein gerade den notwendigen Leistungsstand zu haben. Auch die Fülle der im Internet zur Verfügung gestellten Informationen ließ des öfteren manch einen Lernenden die Zeit vergessen und damit auch sein Ziel sowie den entsprechenden Arbeitsfortschritt aus den Augen verlieren. Aber genau dieser Aspekt ist wichtig hinsichtlich des Aufbaus der gewünschten Medienkompetenz und sollte im Nachhinein in der Form einer kritischen Reflektion oder eines Blitzlichtes beleuchtet werden.

Neben dem sprachlichen Leistungsstand sollte natürlich auch eine gewisse Vorbildung, was die Arbeit mit dem Internet angeht, vorhanden sein. Der Großteil der Klasse sollte im sinnvollen Umgang mit Suchmaschinen über entsprechende Vorkenntnisse und Erfahrungen verfügen, Texte aus dem Internet in eine Text-Datei übertragen und Internetsdressen unter den Favoriten ablegen können und ähnliches.

Ein weiteres Problem ergab sich bei der Aufarbeitung der gesammelten Informationen, der Erstellung der Texte sowie der Lernposter. In dieser Hinsicht wäre ein ausreichend großer Multimedia-Raum wünschenswert, der nicht nur wie der unsere Computer in ausreichender Zahl zur Verfügung stellt, sondern auch zur Aufarbeitung und zum Rückzug geeignete Lernecken und Arbeitsflächen zur Verfügung stellt.

Insgesamt ist die Vorbereitung und Durchführung einer derartigen Sequenz sicherlich für jede Lehrerin und jeden Lehrer eine große Herausforderung, der es sich - vor dem Hintergrund der genannten positiven Aspekte und den damit in Zusammenhang stehenden Lernergebnissen - zu stellen lohnt. 

4.4.2 Aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler

Auch die Meinung und Einschätzung der Lernenden selbst nach Durchführung der Sequenz soll nicht fehlen. Dazu wurde ein Fragebogen zu verschiedenen Aspekten des Unterrichts aufgestellt und von den Klassenmitgliedern ausgefüllt. Das Ergebnis stellt sich wie folgt dar:

An dieser Stelle sollen einige auffällige Ergebnisse kurz analysiert werden. Die Antworten auf Aussage 1 und 16 z.B. zeigen deutlich, wie relativ fit unsere Schülerinnen und Schüler im Umgang mit dem Internet und der INteraktiven Sprachreise sind. Ansonsten hätte wohl ein größerer Teil mit „trifft zu“ geantwortet.

Die Antwort auf Aussage 3 deckt sich mit Stichpunkten, die im freien Teil zu Frage 20 gemacht wurden. Hier betonten die Klassenmitglieder immer wieder, wie sehr sie die Selbständigkeit während der gesamten Sequenz schätzten. Dies gilt ihren Antworten zufolge sowohl für die Arbeit an den Rechnern, wie auch für die Arbeit bei der Erstellung der Lernposter.

Besonders interessant ist die Auswertung von Aussage 8, auf die 100% mit „trifft nicht zu“ antworteten. Dies zeigt, welcher persönliche Einsatz jedem Einzelnen abverlangt wurde.

Aussage 13 und 14 sowie die hier gegebenen Antworten machen deutlich, wie ungewohnt das Sprachenlernen am Computer ist. Es verbleibt bei manch einem Lernenden der Eindruck, nur zum Teil wirklich etwas gelernt zu haben. Dies liegt zum einen sicherlich an der Masse der durch den Computer zur Verfügung gestellten Informationen und ihrem Schwierigkeitsgrad in sprachlicher Hinsicht. Zum anderen spielt vielleicht eine Rolle, daß „man einfach ein besseres Gefühl hat“, wenn man eine Lektion mit den dazugehörigen Vokabeln im Lehrbuch durchgenommen hat und dann einige Seiten weiterblättern kann. Um so wichtiger ist in dieser Hinsicht die Systematisierung und Verankerung des gemeinsam erarbeiteten Wissens. Immerhin sagen fast alle nach Auswertung von Aussage 6 und 7, daß sie nicht bevorzugt mit dem Lehrbuch gearbeitet hätten und nicht weniger gelernt hätten als in einem „normalen“ Unterricht.

Vor dem Hintergrund, daß so gut wie jeder sagt, ihm habe die Einheit Spaß gemacht (Aussage 10) und sich fast alle eine Wiederholung einer derartigen Sequenz wünschen (Aussage 15), war diese insgesamt sicherlich für alle Beteiligten ein Erfolg.

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