Ihre Position: Schulleben > Projekte > Berufsschulpreis

Berufsschulpreis 2007
zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen durch Kaufmännische Schulen

Die fortschreitende Internationalisierung der Wirtschaft führt zu neuen Herausforderungen in der Arbeitswelt. Immer mehr Beschäftigte auf allen Hierarchieebenen müssen mit Menschen aus anderen Kulturen erfolgreich kommunizieren, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.
Hierbei hat das Lernen von Wirtschaftsfremdsprachen, insbesondere Englisch, Französisch und Spanisch einen hohen Stellenwert. Sie gehören zu den Kernbereichen der kaufmännischen Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus sind kulturelle Offenheit, Kenntnisse über fremde Kulturen und Märkte sowie die Fähigkeit, mit anderen Verhaltensweisen umgehen zu können, wesentliche Aspekte für interkulturellen Kompetenz.

Mit dem Berufsschulpreis 2007 wollte die Stiftung Wirtschaft und Erziehung erfolgreiche Beispiele zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen auszeichnen.

Am 10. Mai 2007 wurde in einer eindrucksvollen Veranstaltung vor 150 Teilnehmern aufgrund des internationalen Bezugs im Plenarsaal Deutschland der METRO AG in Düsseldorf der Berufsschulpreis 2007 verliehen. Die BBS I Europa-Schule aus Osterode am Harz wurde für ihr erfolgreiches Beispiel zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen mit dem zweiten Preis und einem Preisgeld von 3.000 Euro ausgezeichnet.

 

Kurzbeschreibung des interkulturellen Projektes der BBS I Europa-Schule

Schulleiter: OStD Heiko Seemann-Weymar
Projektleitung: OStR’in Martina Kowallick und OStR Thomas Pagels


Die Schule ist seit dem 05. September 2006 mit Anerkennungsschreiben des Niedersächsischen Kultusministers berechtigt, die Bezeichnung EUROPA-Schule zu führen. Seit ihrer Ernennung zur EXPO-Schule im Jahre 1998 hat sie ein Netzwerk aller an beruflicher Bildung beteiligter Personen und Institutionen der Region aufgebaut und dieses kontinuierlich auf ausländische Partner und Institutionen ausgeweitet.

Zu den ausländischen Partnerschulen zählen die Schulen in Ostroda / Polen, Bozen / Italien, Holbaek / Dänemark, Girona / Spanien, Uusikaupunki / Finnland, Karvina / Tchechien, Glenrothes / Schottland und Waziers / Frankreich.

Mit diesen Schulen wurden sowohl Schüler- und Praktikantenaustauschprogramme als auch gemeinsame COMENIUS- und LEONARDO-Projekte durchgeführt oder wie mit der dänischen Schule über die ‚Eigenständige Schule’ Erfahrungen ausgetauscht. Die Auslandspraktia werden sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitschüler angeboten. Die Praktikantenberichte werden auf der Homepage der Schule veröffentlicht.

Die Schule hat in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Wirtschaftspädagogik der Universität Göttingen ein vierwöchiges Projekt ‚Interkulturelles Lernen’ durchgeführt. Beteiligt waren Industriekaufleute sowie Klassen des Wirtschaftsgymnasiums. In Rollenspielen und Simulationen mussten die Schüler interkulturelle Konfliktsituationen auflösen und förderliche Verhaltensweisen erörtern.

In einem weiteren Projekt mit der Universität Göttingen wurde im Wirtschaftsgymnasium eine Unterrichtseinheit ‚Interkulturelle Kompetenz’ am Beispiel der indischstämmigen Bevölkerung in Großbritannien erprobt.

Seit dem Schuljahr 2003 / 2004 wird in der Schule die ausbildungsbegleitende Zusatzqualifikation zum ‚Europakaufmann/frau für Berufsschulklassen angeboten. Bestandteil dieser Ausbildung ist ein dreiwöchiges Betriebspraktikum in England sowie zertifizierter Unterricht in einer zweiten Fremdsprache, i.d.R. Spanisch und im Fach ‚Internationale Geschäftsprozesse’. Außerdem erwerben die Schüler noch ein KMK-Fremdsprachenzertifikat. Es besteht auch die Möglichkeit, in Französisch das DELF-Zertifikat zu erwerben.

Des weiteren wurde in der einjährigen Höheren Handelsschule eine Europaklasse eingerichtet. Für die Schüler ist ein 14-tägiges Auslandspraktikum obligatorisch und als 2. Fremdsprache Spanisch verpflichtend. Im Fach Englisch arbeiten die Schüler in dem ‚eTwinging-Projekt’ mit, das gemeinsam mit den Partnerschulen in Bozen und Ostrada durchgeführt wird. Hier erfolgt der interkulturelle Erfahrungsaustausch über e-Mails und Video-Botschaften.

Im Wirtschaftsgymnasium wird seit dem Schuljahr 2006 / 2007 bilingualer Unterricht angeboten. Seit dem Jahr 2000 verfügt die Schule über Räume und Software zur Vermittlung von computergestütztem Fremdsprachenunterricht. Hier können auch Schüler in Selbststudium lernen.

Im Wettbewerb Europäischer Fremdsprachen konnte die Schule im Jahre 2001 einen Preis gewinnen.

Seit dem Schuljahr 2001 / 2002 beschäftigt die Schule zur Unterstützung der Sprachlehrer Sprachassistenten/innen aus Frankreich und Polen.

Die umfangreichen Auslandsprojekte werden finanziell unterstützt durch
- Programme der Europäischen Union (LEONARDO und COMENIUS),
- das Deutsch-Polnische Jugendwerk,
- dem Landkreis und der Stadt Osterode,
- sowie Unternehmen der Region.

Die Schule verfügt über eine ansprechende Resonanz in der örtlichen Presse.

Nach oben