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Erfolgreiche Zusatzausbildung für Europakaufleute an den Berufsbildenden Schulen I - Europa-Schule in Osterode am Harz

Europakaufleute mit ihrer Lehrerin Cornelia Völkel-Wipke und ihren Lehrern Thomas Hartje, Thorsten Spalke, Thomas Pagels
Europakaufleute mit ihrer Lehrerin Cornelia Völkel-Wipke und ihren Lehrern Thomas Hartje, Thorsten Spalke, Thomas Pagels

Zwei Jahre lang hatten die Auszubildenden verschiedener kauf­män­nischer Ausbildungsberufe neben betrieblicher Aus­bil­dung und Berufsschule abends und an Wochenenden "die Schulbank gedrückt". Sie verzichteten auf Freizeit­aktivitäten, um Kenntnisse über internationale Ge­schäfts­­prozesse mit den Schwerpunkten "Internationales Marketing" und "Abwicklung von Aus­lands­­­geschäften" zu erwerben. Zusätzlich wurden den Teil­­nehmern nach bestan­de­nen Prüfungen Kenntnisse in Wirtschaftsenglisch, Spa­nisch und Infor­mations­verar­beitung bescheinigt.

Während eines drei­wöchi­gen Auslands­praktikums konnten die Auszubildenden darüber hinaus nicht nur ihre Sprach­kennt­nisse ver­bessern, sondern auch Einblicke in die Arbeitswelt und die Kultur des Gast­landes nehmen. Klar, dass auch noch Raum für touristische Erkun­dungen blieb. Mit dem erworbenen Abschlusszeugnis haben die Teilnehmer ihre Arbeits­markt­­chancen erheblich verbessert und dabei auch noch viel Geld gegenüber der Alternative einer Weiterbildung nach abgeschlossener Berufs­­aus­bil­dung gespart. So verwies Studienrat Thorsten Spalke bei seiner Ansprache auf ent­sprechende Ver­gleichs­ange­bote anderer Bildungs­an­bieter und bezifferte die gesparten Kosten auf über 5.000 Euro. Neben diesem Aspekt sind es aber vor allem der Bedarf der Betriebe nach besonders qualifizierten Mitar­bei­tern und die bisher nicht existente Arbeitslosigkeit von Absolventen dieser Zusatz­ausbildung, die ihren Erfolg ausmachen.

Über die reine Arbeits­markt­ver­wert­barkeit der erwor­be­nen Handlungskompetenzen hinaus zeigen Auszu­bil­dende Eigenschaften wie Belastbarkeit und Übernahme von Verantwortung für die eigene Aus­bil­dung – wichtige Kriterien für Übernahme- und Bewerbungs­ge­spräche.

Das Angebot existiert an den BBS I Osterode seit mittlerweile sieben Jahren, wobei in dieser Zeit insgesamt rund 60 erfolgreichen Teilnehmern das Abschluss­zeugnis überreicht werden konnte. Besonderen Dank richtete Spalke an Thomas Pagels, der 2003 die Entwicklung der Zusatzausbildung zusammen mit Kolleginnen und Kollegen an den BBS I in Northeim anstieß. Thomas Hartje unter­strich als Ko­or­­dinator für die Berufs­schule, dass die Attrak­tivität des berufsbildenden Schul­wesens durch solch zukunfts­weisende Bil­dungs­konzepte weiter gestärkt wer­den könne. Dies zeige sich u. a. auch an den steigenden Interessenten­zahlen für die Zusatz­aus­bil­dung und an der Tat­sache, dass wei­tere Schulen und Bildungsanbieter Interesse an diesem Zusatzangebot  bekunden. Während der Feierstunde erhielten nicht nur die erfolgreichen Absolventen ihre Abschlusszeugnisse, son­dern auch die Teilnehmer, die das erste Jahr erfolgreich hinter sich gelassen haben, die Zertifikate für die be­stan­de­nen Prüfungen im Unterrichtsmodul „Internationale Geschäftsprozesse“. Im Anschluss nutzten die Anwesenden dreier Jahrgänge der Zusatz­ausbildung in netter Atmos­phäre die Gelegenheit zum In­for­ma­tions­aus­tausch - bei einem vom Förderverein der Schule für be­son­de­res Enga­ge­ment aus­­ge­rich­teten Frühstücks. Der nächste Eintritt in die Zusatzausbildung ist zu Beginn des kommenden Schuljahres möglich, wobei An­mel­dungen im Rahmen der Einschulung für neue Berufsschulklassen erfolgen.