19.05.12 - 09:43
Letzte Änderung:
03.11.09
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2. Die Gestaltung des Raumes
Um im Muliso-Raum Französisch eine ansprechende landestypische Atmosphäre zu schaffen, die gleichzeitig den Zielen des Unterrichts dienlich sein sollte, waren eine Reihe verschiedener Maßnahmen notwendig. Die erste wesentliche Idee für die Gestaltung des Raumes war jene, an der Rückwand eine große Frankophonie-Weltkarte zu befestigen. Diese Karte sollte einen Überblick über alle Länder der Welt geben, in denen die französische Sprache von Bedeutung ist. Für diesen Zweck wurde Kontakt mit dem Klett-Verlag aufgenom¬men. Dieser erklärte sich nach mehreren Telefonaten bereit, aus dem bei ihm erschienenen und in der Schule verwendeten Lehrwerk „Cours Intensif II“ eine FrankophonieWeltkarte in digitalisierter Form zur Verfügung zu stellen. Diese wurde sodann ausgedruckt und auf eine große Pappunterlage gezogen. Auf dieser Karte sind alle Länder farbig hervorgehoben, in denen die französische Sprache entweder Muttersprache oder aber Verwaltungs- und Unterrichtssprache ist. Ferner sind auf der Karte alle französischen Überseedepartements und Überseegebiete durch die französische Trikolore markiert. Wesentliches Ziel der Karte ist es, den Schülerinnen und Schülern sowie Besuchern deutlich zu machen, welche Rolle das Französische nach wie vor in der Welt spielt. Es soll als lebendige Sprache ganz verschiedener Menschen und Völker erkannt werden. So wird auf die Sinnhaftigkeit des Erlernens dieser Sprache hingewiesen. Unterstützt wird die Weltkarte durch Bildmaterial zu einzelnen frankophonen Ländern. Dieses wurde um die Karte selbst herum aufgehängt und über Fäden mit diesen verbunden. Diese Visualisierung soll nicht nur Interesse wecken, sondern vor allem auch zu einer realistischeren und authentischeren Vorstellung von den einzelnen Ländern beitragen. Ferner kann auch ein Stück „fremde französischsprachige Welt“ gesehen und wahrgenommen werden.
Neben den frankophonen Ländern soll jeder Besucher des Raumes auch etwas über die Regionen Frankreichs erfahren. Dafür wurde eine « carte de la France et de ses régions » aufgezogen. Ferner wurden entsprechend der Anzahl der zwanzig Rechner im Raum kleine Bilder gedruckt, die das französische Mutterland mit seinen Regionen zeigen. Jeder Rechner erhielt sodann die Bezeichnung einer Region, so daß es zum Beispiel den Rechner „Auvergne“ ebenso wie den der „Provence“ gibt. Da die Rechner nicht nur den Namen tragen, sondern auch auf dem daneben angebrachten Bild Frankreichs und seiner Regionen die entsprechende Region farbig hervorgehoben ist, erwirbt jeder Benutzer des Raumes automatisch landeskundliche Kenntnisse über Frankreich und seine Regionen.
Immer wieder kann beobachtet werden, wie gerade den Schülerinnen und Schüler diese Abbildungen sofort ins Auge fallen und sie rufen: „Ich bin in der Normandie und wo bist du?“ Dies verdeutlicht, wie durch eine solch kleine Maßnahme zur Gestaltung des Raumes quasi spielerisch ein Stück Frankreich erlernt wird.
Um auch einen konkreten Eindruck von einer der wohl schönsten und beliebtesten Regionen Frankreichs zu geben, sollte auch ein großes Poster von den Lavendelfeldern der Provence nicht fehlen.

- Carte de la France et de ses régions,

- Lavendelfelder der Provence

- Fotos wichtiger Sehenswürdigkeiten von Paris
Nachdem die frankophone Welt ebenso wie die französischen Regionen visualisiert und dadurch bekannt sind, darf natürlich die französische Metropole mit ihren Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Für diesen Zweck wurde auf einer weißen Spanwand ein Stadtplan von Paris mittig fixiert. Um diesen herum wurden Fotos wichtiger Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Seine geheftet und diese über Bänder mit ihrem Standort auf dem Stadtplan verbunden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:
Das Pariser Kaufhaus „Galeries Lafayette“ spendete auf eine Bitte hin 50 Stadtpläne von Paris, so daß manch einer beim Verlassen des Raumes einen lebhaften Beweis dafür in den Händen trägt, in Frankreich und seiner Hauptstadt gewesen zu sein.
Vervollständigt werden die beschriebenen landeskundlichen Informationen durch ein letztes Plakat, das einen Überblick über die Geschichte Frankreichs in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts gibt.

- Geschichte Frankreichs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Neben den landeskundlichen Informationen fehlte noch das französische Spezialvokabular für den Umgang mit dem Computer. Schließlich verzichtet die französische Sprache in diesem Bereich weitgehend auf Anglizismen. Daher müssen Vokabeln wie Computer, Festplatte und Laserdrucker gelernt werden und sollten in einem Multimedia-Raum für die französische Sprache jederzeit sichtbar sein. Dafür sorgt ein ebenfalls vom Klett-Verlag zur Verfügung gestelltes und auf Pappe gezogenes Poster.

